Warum der Kampf gegen die AfD keine Früchte trägt – Über Wunden der Vergangenheit, die Kunst des Zuhörens und unser gesellschaftliches Betriebssystem

In den letzten Jahren hat die AfD einen enormen politischen Siegeszug hingelegt und stellt jetzt sogar erstmals einen Landtagspräsidenten. Wie können wir den weiteren politischen Aufstieg der AfD verhindern?

Die bisherige Antwort war meistens: Wir müssen noch mehr gemeinsam gegen die AfD kämpfen - mit Demonstrationen, Kritik, Satire und öffentlicher Abgrenzung. Das hat offensichtlich keine Früchte getragen.

Es braucht etwas anderes. Dazu möchte ich drei Thesen vorstellen:

1) Die Aufarbeitung unserer deutschen Vergangenheit ist nicht bewältigt. Bisher fehlt die emotionale Komponente. Erst, wenn wir Frieden mit unseren Wurzeln finden, können wir in eine neue Zukunft aufbrechen, die nicht das Alte wiederholt. Dazu braucht es auch neue, lebendige Formen von Heimatstolz, Zugehörigkeit und Gemeinschaftsgefühl.

2) Wer Menschen erreichen will, muss sie verstehen. Ein Blick auf unsere Biologie und unser Nervensystem zeigt, warum emotionale Sicherheit, Verständnis und Zuhören Voraussetzungen dafür sind, Polarisierung und Spaltung zu überwinden.

3) Der Aufstieg der AfD ist auch ein Symptom tieferer Probleme unseres gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Systems. Wenn wir Wut und Frustrationen über diese gesellschaftlichen Missstände anerkennen und dysfunktionale Institutionen updaten, entziehen wir der AfD einen großen Teil ihres Zulaufs.

Dabei möchte ich ausdrücklich anerkennen, wie viele Menschen sich mit großem Engagement für unsere Demokratie, unseren Rechtsstaat und eine offene Gesellschaft einsetzen. Ich möchte, dass dieses Engagement Früchte trägt. Mit diesem Artikel möchte ich dazu beitragen, die Ursachen des AfD-Aufstiegs tiefer zu verstehen und wirksamer darauf reagieren zu können.

(Un-)Frieden mit unseren Wurzeln

Die deutsche Gesellschaft ist sehr darum bemüht, die nationalsozialistische Vergangenheit angemessen aufzuarbeiten. in Schulen wird das Thema im Geschichtsunterricht umfangreich behandelt, wir besuchen Gedenkstätten, errichten Mahnmale und erinnern öffentlich an die Verbrechen dieser Zeit. Dennoch ist dieser Abschnitt unserer Geschichte noch immer emotional hoch aufgeladen. Das merke ich auch beim Schreiben dieses Textes. Es fühlt sich heikel an, über diese Zeit zu sprechen. Immer noch hängt hier viel Scham und Schuld. Die Geschichte davor hingegen ist „kalt“, über den 1. Weltkrieg oder das Kaiserreich kann man im Vergleich recht unbefangen sprechen.

Insofern scheint es offensichtlich, dass die Aufarbeitung der Nazi-Zeit leider immer noch nicht abgeschlossen ist. Das ist ernüchternd. Wir sehnen uns wohl alle danach, dass dieses unangenehme Kapitel unserer deutschen Geschichte endlich mal ein Ende findet. Aber da hilft wohl nichts, als ehrlich hinzuschauen. Also was fehlt? Was braucht es noch, damit wir endlich Frieden mit diesem Abschnitt unserer Geschichte, mit unseren Wurzeln finden können?

Ich glaube, neben der historischen und politischen Aufarbeitung fehlt noch eine weitere Dimension: die emotionale. Wir wissen heute sehr viel über die Fakten des Nationalsozialismus, über den Krieg und die Verbrechen. Aber wie gehen wir mit den Gefühlen um, die diese Geschichte bis heute in uns auslöst? Mit Scham, Schuld, Angst, Trauer und Wut? Diese Ebene findet im öffentlichen Diskurs bisher kaum Raum.

Die neuesten Erkenntnisse aus Traumaforschung, Psychotherapie und Gefühlsarbeit eröffnen heute neue Möglichkeiten, Gefühle zu verarbeiten, Traumata zu verstehen und zu integrieren. Einzelne Menschen und Gruppen machen diese Arbeit bereits. Was es braucht, ist eine emotionale gesellschaftliche Auseinandersetzung mit unserer Geschichte. Über die Scham und Schuld zu reden, sie gemeinsam zu fühlen und die Schreckensgeschichte des Krieges wirklich zu verarbeiten.

Solange das nicht passiert, liegt weiterhin ein Schatten über unserer Geschichte und unseren deutschen Wurzeln. Gesunde menschliche Grundbedürfnisse nach Zugehörigkeit, Stolz und Gemeinschaft, die der Nationalsozialismus für seine zerstörerische Ideologie instrumentalisiert hat, stehen daher bei uns teilweise immer noch unter Generalverdacht. Wir tun uns immer noch schwer damit, diesen Bedürfnissen einen gesunden Ausdruck zu verleihen, ohne uns zu schämen. Die AfD hingegen kennt hier wenig Tabus und besetzt das Feld. Kann das auch ein Weckruf sein, diese Bedürfnisse anzuerkennen und in gute Bahnen zu lenken?

Wie können wir unsere Heimat lieben und unsere Kultur und Identität würdigen, ohne andere Menschen abzuwerten oder auszugrenzen? Wie können wir auf integre Weise unsere (deutschen) Wurzeln ehren, ohne die Schatten unserer Geschichte auszublenden?

Es ist an der Zeit, nochmal einen tiefen Blick auf unsere deutsche Vergangenheit zu werfen. Das ist richtig unangenehm, aber erst wenn wir unsere Vergangenheit wirklich integrieren und Frieden mit unseren Wurzeln finden, können wir in eine neue Zukunft aufbrechen.

Aus Sicht der Kogi, eines indigenen Volkes aus Kolumbien, kann unsere Form der Erinnerungskultur sogar kontraproduktiv sein. Indem wir die Orte von Krieg und Tod in ihrer ursprünglichen Form bewahren, halten wir aus ihrer Sicht auch die mit ihnen verbundenen Gedanken und Energien lebendig. Stattdessen würden die Kogi solche Orte der Natur übergeben, sie überwuchern lassen und die Energien von Krieg und Tod durch spezielle Rituale „kompostieren“. Diese ganz andere Perspektive fasziniert mich.

Raus aus dem Kampfmodus

Hass nährt sich von Hass. Eine Gesellschaft, die auf eine wütende und polarisierende Bewegung vor allem mit Wut, Verachtung und Ausgrenzung reagiert, kann damit ungewollt genau diese Bewegung verstärken. Daher befürchte ich, dass das Kämpfen, Demonstrieren und Kritisieren die AfD teilweise nicht schwächer, sondern sogar stärker macht.

Was wäre also, wenn die AfD nicht mit Hass und Kampf zu „besiegen“ ist? Was, wenn es etwas anderes braucht, das den meisten sehr viel schwerer fällt: Verständnis und Mitgefühl?

Bei diesem Gedanken mag sich innerlich einiges sträuben. Ausgerechnet dieser Partei und ihren Wähler:innen Verständnis entgegenzubringen, mag einigen zunächst geradezu absurd erscheinen. Aber wenn wir die zunehmende Spaltung unserer Gesellschaft überwinden wollen, brauchen wir dann nicht genau die Qualitäten, die wir uns für unsere offene Gesellschaft wünschen: Verständnis statt Verachtung, Zuhören statt Ausgrenzung und Mitgefühl statt Feindseligkeit?

Ja, ich halte die AfD für gefährlich und möchte unbedingt verhindern, dass sie unser Land regiert. Gerade deshalb halte ich es für notwendig, ihre Wähler:innen und deren Bedürfnisse zu verstehen. Verständnis bedeutet nicht Zustimmung. Mitgefühl bedeutet nicht, politische Grenzen aufzugeben.

Aber wenn wir eine Gesellschaft wollen, die von Vertrauen, Verständnis und Verbundenheit geprägt ist, können wir diese Prinzipien nicht nur auf die Menschen anwenden, mit denen wir ohnehin einer Meinung sind. Wir müssen sie gerade dort praktizieren, wo es uns am schwersten fällt.

Der Mensch hinter dem Bösen

Hollywood erzählt immerzu vom Kampf Gut gegen Böse. Das Happy End ist erreicht, wenn das Böse endlich besiegt ist. Aber was, wenn hinter dem sogenannten Bösen oft etwas anderes steckt? Verletzungen, Verwirrung, Angst und vor allem Traumata? Was wäre, wenn wir im Bösen das Noch-nicht-Gute erkennen und es mit Verständnis und Wohlwollen auf einen anderen Weg einladen?

Unser Nervensystem spielt dabei eine wichtige Rolle. Ein Mensch, der sich sicher und angenommen fühlt, handelt typischerweise empathisch, kooperativ, neugierig und weltoffen. Wenn Menschen sich jedoch bedroht, abgelehnt oder in die Enge getrieben fühlen, schaltet das Nervensystem in einen Kampfmodus. Das System geht in die Defensive, sieht überall Gefahr und wird sachlichen Argumenten unzugänglich. Der Mensch versucht dann primär, sich gegenüber anderen zu behaupten und ist dann nicht mehr offen für andere Perspektiven. Weiterer Druck oder Verurteilung von außen verstärken diesen Modus.

Wenn wir also wollen, dass Menschen ihre Positionen hinterfragen und für andere Perspektiven offen werden, hilft es wenig, sie unter Druck zu setzen und zu kritisieren. Stattdessen brauchen sie Sicherheit, damit sie den Kampfmodus verlassen können und dann überhaupt erst wieder offen für einen sachlichen Austausch von Perspektiven und Ideen werden.

Bedürfnisse versus Strategien

Dabei finde ich auch die Unterscheidung zwischen Bedürfnissen einerseits und Strategien zur Erfüllung dieser Bedürfnisse andererseits sehr hilfreich (angelehnt an den Ansatz der gewaltfreien Kommunikation). Ein Bedürfnis ist immer berechtigt, während die Strategie, mit der es verfolgt wird, destruktiv oder unsinnig sein kann.

Nehmen wir die Sorge vor zu viel Zuwanderung. Wir können sie als rassistisch oder irrational zurückweisen. Oder wir können eine Ebene tiefer schauen: Was macht Menschen daran eigentlich Angst? Was fürchten sie zu verlieren?

Vielleicht das Bedürfnis nach Sicherheit. Nach Zugehörigkeit. Nach vertrauten kulturellen Räumen.

Diese Bedürfnisse können wir ernst nehmen, ohne deshalb jede politische Antwort darauf gutzuheißen. Wir können kommunizieren: „Ich sehe deine Sorgen und Bedürfnisse.“ Und gleichzeitig: „Ich halte die politischen Positionen und Strategien, die du vertrittst, für falsch und gefährlich.“

Und dann können wir nach besseren Strategien suchen: Wie können die Fluchtursachen reduziert werden? Wie kann Integration besser gelingen? Wie können Begegnungen zwischen Menschen entstehen, die einander bisher fremd sind?

Verstehen heißt nicht zustimmen

Dabei halte ich persönlich das Wahlprogramm der AfD (die „Strategien“) für ziemlich ineffektiv zur Erfüllung vieler dieser Bedürfnisse: Die neoliberale Wirtschaftspolitik dürfte die Ungleichheit und politischen Machtmissbrauch weiter verschärfen. Und die Rücknahme von Klimaschutzmaßnahmen dürfte den Klimawandel verschärfen und damit zu massiven Migrationswellen aus dem globalen Süden beitragen.

Aber ist es nicht faszinierend, wie nachrangig rationale Argumente im politischen Diskurs häufig sind? Solange die tiefen Bedürfnisse nicht anerkannt werden, greift keinerlei Kritik an den Strategien. Im Gegenteil. Menschen, die sich angegriffen und kritisiert fühlen, gehen in die Defensive und halten nur noch starrsinniger an ihren Positionen fest.

Daher halte ich es für unerlässlich, auf diese tiefere Bedürfnisebene zu schauen, diese anzuerkennen und bessere Wege anzubieten, sie zu erfüllen. Solange viele Menschen (offenbar) den Eindruck haben, dass ihre Bedürfnisse nur von der AfD ernst genommen werden, fühlt sich jeder Angriff auf die AfD wie ein Angriff auf die eigenen Bedürfnisse an. Und aus dem Gefühl, gemeinsam abgelehnt zu werden, entsteht noch mehr Zusammenhalt innerhalb der AfD-Wählerschaft.

Daher ist es fatal, alle AfD-Wähler:innen als Nazis abzustempeln und die Kommunikation abzubrechen. Wer stattdessen zwischen Bedürfnissen und Strategien differenziert, Dialog aufrechterhält und zuhört, kann Veränderung bewirken. Wie das gelingen kann, zeigt der Afro-Amerikaner Daryl Davis, der mit einem hochrangingen Mitglied des Ku-Klux-Klans Freundschaft geschlossen und diesen schließlich zum Ausstieg aus dem Clan bewegt hat. In einem TED-Talk berichtet er davon („Why I, as a black man, attend KKK rallies“).

(Keine) Kapazitäten fürs Zuhören

Anderen Verständnis und Mitgefühl entgegen zu bringen, ist enorm anspruchsvoll. Mir fällt es auch viel leichter, über Trump, Merz oder die AfD zu schimpfen, als mich einzufühlen und verständnisvoll auf die Menschen dahinter zu schauen. Mitgefühl aufzubringen ist anstrengend. Kämpfen und schimpfen hingegen ist leicht. Unsere Biologie macht es uns hier nicht einfach.

Zudem möchte ich anerkennen, dass viele Menschen in unserer Gesellschaft selbst emotional am Limit sind und kaum emotionale Kapazitäten haben, andere wirklich zu sehen. Wer selbst verzweifelt darum kämpft, gesehen und verstanden zu werden, hat wenig Raum für andere. Die polarisierenden Algorithmen von Social Media verschärfen diese Dynamik. Als Gesellschaft befinden wir uns daher in einer Teufelsspirale zunehmender Spaltung.

Um diese Dynamik kollektiv zu verlassen, braucht es dringend Institutionen, die einen konstruktiven Austausch erleichtern und Menschen helfen, emotionale Kapazitäten zu entwickeln. Es braucht Bildung für emotionale Kompetenz, Gefühlsarbeit und Traumasensibilität. Und es braucht gehaltene Räume, in denen Menschen einander wirklich gegenseitig zuhören. Räume, die psychologische Sicherheit herstellen und durch geeignete Formate ermöglichen, dass Wut, Angst und Verletzungen konstruktiv ausgedrückt und entladen werden können. Wegweisend sind dafür Formate wie „Sprechen und Zuhören“, „Deutschland Spricht“ oder das „Pocket Project“. Was wäre, wenn Deutschland nur 10% des Verteidigungsbudgets für den Aufbau solcher Formate und Institutionen verwenden würde?

Der Aufstieg der AfD als Symptom tieferer Probleme

Natürlich schafft der politische Aufstieg der AfD konkrete Probleme, die wir ernst nehmen müssen. Aber der Aufstieg der AfD ist auch ein Symptom für eine Gesellschaftsform, die immer dysfunktionaler wird und deren Blütezeit überschritten ist. Das zeigt sich in zunehmender sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheit; in politischen Institutionen, in denen Politiker:innen sich im permanenten Kampf gegeneinander aufreiben, statt gemeinsam Lösungen für die Probleme unserer Zeit zu entwickeln; in Medien, die mit Negativschlagzeilen um unsere Aufmerksamkeit buhlen und viele Menschen in Angststarre versetzen, sowie in Tech-Konzerne, deren Algorithmen uns abhängig machen und polarisieren. Der Aufstieg extremistischer Kräfte in vielen Ländern ist daher auch ein Symptom dieser Dysfunktionalitäten. Die AfD zu bekämpfen, ohne diese tieferen Probleme anzugehen, macht daher wenig Sinn.

Gewissermaßen stehen wir somit im Spätherbst eines gesellschaftlichen Systems, dessen Strukturen, Institutionen und Denkweisen den Herausforderungen unserer Zeit nicht mehr gerecht werden. Oder wie Gramsci sagte: „Die alte Welt liegt im Sterben, die neue ist noch nicht geboren: Es ist die Zeit der Monster.“ Es braucht daher ein Update für das Betriebssystem unserer Gesellschaft. Das ist die eigentliche Mammutaufgabe unserer Zeit. Wie eine solche Gesellschaft aussehen könnte und welche konkreten Lösungen es dafür gibt, habe ich ausführlich in meinen Büchern Zukunftsbilder 2045 und Utopia 2048 beschrieben.

Es beginnt bei uns

Den gordischen Knoten aus Polarisierung, Angst und Hass zu durchbrechen, ist eine gewaltige Aufgabe. Damit das gelingen kann, braucht es aus meiner Sicht eine breite emotionale Aufarbeitung unserer Geschichte, eine neue Kultur des Zuhörens und tiefgreifende Veränderungen unserer gesellschaftlichen Institutionen. Das sind riesige Unterfangen und aktuell erscheint es höchst unwahrscheinlich, dass diese in absehbarer Zeit und im nötigen Umfang verwirklicht werden. Meine Vorschläge mögen daher auf den ersten Blick „utopisch“ erscheinen.

Aber macht sie das weniger notwendig? Wenn die bisherigen Reaktionen auf die AfD nicht ausreichen, können wir uns nicht allein deshalb an ihnen festhalten, weil uns die Alternativen zu groß erscheinen. Gerade deshalb braucht es jetzt den Mut, über das hinauszudenken, was heute realistisch erscheint.

Zudem kann jede und jeder schon heute im Kleinen etwas verändern. Wir können nicht allein die gesellschaftliche Polarisierung auflösen. Aber wir können in unserem persönlichen Umfeld Samen einer verbindenden und verständnisvollen Kultur säen. Wir können über den eigenen Schatten springen und versuchen, das Gute im anderen zu sehen – auch wenn es schwerfällt. Denn wenn Menschen die Erfahrung machen: Ich werde gehört. Ich bin okay. Ich bin sicher. – dann entsteht der innere Raum, um wieder offen, umsichtig und kooperativ zu sein. Rutger Bregman zeigt es eindrucksvoll in seinem wundervollen Buch Im Grunde gut: Im Wesenskern ist der Mensch auf Verbindung und Kooperation ausgerichtet. Lasst uns Institutionen schaffen, die diesen schönen Kern zum Strahlen bringen.

Anregungen - Wie du ganz konkret anfangen kannst

1) Besuche ein Sprechen & Zuhören Format in deiner Nähe oder organisier selbst einen Gesprächsabend, bei dem Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven zusammen kommen.

2) Höre einem Menschen zu, mit dem du politisch nicht einer Meinung bist. Versuche, die Bedürfnisse und Sorgen hinter den Positionen herauszufinden. Vielleicht kommt dir hier direkt eine geeignete Person in den Sinn.

3) Erforsche deine Beziehung zu deinen Wurzeln. Wage einen liebevollen Blick auf deine Herkunft – auch auf die schwierigen Kapitel. Wage Gespräche über bisherige Tabus und finde deinen eigenen Weg, Frieden mit deiner Geschichte zu schließen.

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